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1697
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wjg

Wilhelm und Jacob Grimm
auf der Frontseite des 1. Bandes 1854
(nach einer Daguerreotypie von H. Biow, um 1846)


frontispizow

Jacob und Wilhelm Grimm
auf der Original-Daguerreotypie von Hermann Biow
(aus dem Besitz der Familie Grimm)


Grimm_Doppel

Jacob und Wilhelm Grimm
auf der Startseite des Internetportals
der Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel

 Vor 160 Jahren:

 "Deutsches Wörterbuch" der Brüder Grimm -
 der erste Band erscheint

 Nach langer Zeit der Vorbereitung erschien im Jahre  1854 der erste Band des "Deutschen Wörterbuches"  (A-Biermolke) von Jacob und Wilhelm Grimm. Der  Verleger Karl August Reimer hatte die Brüder im  Jahre 1840 dazu angeregt, mit einem Wörterbuch  den neuhochdeutschen Sprachschatz vollständig zu  erfassen und etymologisch-historisch zu erläutern.
 
Nur die ersten vier Bände dieser umfangreichsten  gemeinsamen Arbeit sollten noch zu ihren Lebzeiten  erscheinen. Sie wurden für die weiteren Bände  Grundlage und Programm.
 
 Gleich zu Beginn der Herausgabe dieses auf viele  Jahre angelegten Werkes wollte der Leipziger  Verleger Salomon Hirzel dem geneigten Publikum
 die beiden Autoren im Bilde vorstellen. Dazu sollte  eine Aufnahme, die der Photograph Hermann Biow  schon 1846 angefertigt hatte, auf der Frontseite  ("als  Titelkupfer") des ersten Bandes erscheinen.

 Hirzel wollte, wie er Jacob Grimm unter dem
 12. August 1852 schrieb, "damit den Käufern des  Wörterbuches eine (..) große Freude machen". Er  mochte daher auch die dafür entstehenden Kosten  von "4-500 rthlr" (Reichstaler) "gern aufwenden  und nicht für verloren halten". Hirzel mußte jedoch  erkennen, daß er mit seiner gutgemeinten Absicht  bei Jacob Grimm keine Freude auszulösen  vermochte, denn dieser antwortete am 18. August:  "die  geschichte mit dem bild ist mir nicht recht und  thut mir leid. der Biow quälte uns zum daguerreotyp  für seine samlung und ich überliesz die getroffene  anordnung ganz seiner phantasie, weil wir das bild  gar nicht für uns bestellten." Die Abneigung gegen  das "Biowsche lichtbild" entsprang nicht der  Ablehnung von Aufnahmen durch die Brüder  überhaupt. Jacob Grimm bekräftigte jedoch, daß es  eher "in meinem Sinne gewesen wäre, wenn nicht  zum ersten Bande gleich, sondern am schlusse des  ganzen werks auf zwei stülen gerade neben  einander sitzend aufgenommen und der welt  vorgestellt worden wären. Das hätte sich ruhiger  und natürlicher ausgenommen (...)". Hätte er ahnen  können, daß die Fertigstellung des gesamten  Wörterbuchs nicht nur, wie von ihm vorgesehen,  acht Jahre, sondern wegen des stetig wachsenden  Umfangs mehr als ein Jahrhundert dauern sollte, er  hätte diese Äußerung vermutlich nicht gemacht.  Seinem Mißfallen gab er schließlich noch mit den  Worten Ausdruck: "nun sitzt Wilhelm da im stul
 wie ein kranker und ich habe das ansehn eines  herangerufenen hausverwalters."

 Bis zum Frühjahr 1854 enthält der Briefwechsel der  Brüder mit den Verlegern Karl Reimer und Salomon  Hirzel keine weiteren Äußerungen zu dem von Jacob  Grimm verschmähten Lichtbild. Vier Tage nach dem  Erscheinen des ersten Bandes am 13. April in Leipzig  (ein Exemplar hat ihm wohl schon vorgelegen)  schreibt er an den "lieben" Hirzel: "Sie sollen keinen  undank, nur dank ernten für alles was Sie mit liebe-  voller sorgfalt zur ausschmückung des wb. (Wörter-  buch) ausersonnen haben." Dennoch....




                                                                                                                                                                                                                                                        
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