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  Studium in Giessen
  Etudes à Giessen
  Studies in Giessen

  Theophil Engelbach
urk

Gründungs-

Urkunde
1607
Unihaupt

Universitätsgebäude

siegel

Siegel der
Ludoviciana
1607

mc5_kl

Familienchronik
Engelbach
1697
Friedrich von Bechtold
Theophil Engelbach
Franz Christian Lerse Johannes Kahler
Carl Ludwig Engelbach Ludwig Hermann Roeck Friedrich August Engelbach Wigand Kahler
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 Theophil (oder: Gottlieb) Engelbach, * Mainz 4. 9. 1823, + Bonn 1. 4. 1872,
 Professor für Chemie in Gießen und Bonn

 
Theophil Engelbach, Chemiker, geb. am 4. Sept. 1823 zu Mainz, † zu Bonn am  1. April  1872. Sohn eines Kaufmanns, widmete E. sich nach dem Besuche des  Mainzer Gymnasiums der Pharmacie, die er in Landau, Carlsruhe, Straßburg,  Paris und Versailles, meistens als Gehülfe betrieb. In Paris fand er an einem  Hospital Anstellung, absolvirte hier sein Maturitätsexamen – (bachelier ès  lettres) und seine pharmaceutischen Prüfungen und folgte Vorlesungen über  Humaniora, Botanik und  Chemie. Als Fremder gesetzlich verhindert, das zum  Erwerbe einer Apotheke in Frankreich erforderliche Diplom eines Pharmaceuten  erster Classe zu gewinnen, ging  er Ostern 1852 nach Gießen, wo er Chemie  und verwandte Fächer studirte und 1853 zum Doctor promovirt ward. Von da
 an war er mehr als 16 Jahre lang an dem Universitätslaboratorium von Gießen  als Unterrichtsassistent thätig, während er gleichzeitig seit 1857 als Docent  und seit 1863 als außerordentlicher Professor an der Universität lehrte. 1869  folgte er in gleicher Eigenschaft einem Rufe nach Bonn, wo er einem rasch  ausgebildeten Lungenleiden drei Jahre später erlag. Den Schwerpunkt von  Engelbach’s Thätigkeit bildete der Unterricht im Laboratorium, welchem er mit  großem Erfolge und wahrer Aufopferung an beiden Hochschulen oblag. Mit  gleicher Gewissenhaftigkeit nahm er an der Herausgabe des von Will  veröffentlichten Jahresberichts für Chemie von 1861–68 sehr wesentlichen  Antheil. Briefe der Leiter der Institute, an welchen E. wirkte,
A. Kekulé in Bonn  und namentlich H. Will in Gießen, seines langjährigen Lehrers, Collegen und  Freundes, welcher Notizen zu sammeln die Güte hatte, sind voll von dem  höchsten Lobe seines vielseitigen Wissens, seiner unermüdlichen äußerem  Erfolge stets abgewandten Thätigkeit und der Bescheidenheit und Treue seiner  Gesinnung. An selbständigen Arbeiten hat E. hinterlassen „Untersuchungen  über die Destillationsproducte bituminöser Schiefer etc.“ (Dingler’s Journal Bd.  138.  Ann. Chem. Pharm. Bd. 103); „des Trachydolorits und Basalts vom  Vogelsberge“, veröffentlicht von Tasche (s. Jahrb. d. Mineralogie 1861);  „Ueber den Nachweis von Baryt und Strontian“ (Ann. Chem. Pharm. Bd. 123);  „Das  Vorkommen von Lithium in  einem Meteorstein“ (Pogg. Ann. Bd. 126);  „von Rubidum und Vannolium in Basalt“ (Ann. Chem. Pharm. Bd. 135).


                                                                                                                          Oppenheim


 Verwandte:
 Handelsmann Philipp Karl Gottlieb Heinrich Emanuel Engelbach (Vater),
 * Meisenheim am Glan
26. 09 .1790, + Mainz (C 241) 17. 08.1853 und Anna  Maria Jos[efa] (Mutter, Familienname unbekannt), * Mainz  01. 12. 1796, +  Mainz (C  241) 26. 06. 1867. Philipp Engelbach war Eigentümer des Hauses 
 Nr. 241 (in der Mitternachtsgasse am Zeughause gelegen), wo er als "Agent  der Gothaer Lebens-Versicherungsbank und der Rentenanstalt in Stuttgart"  tätig  war.
 Die Eltern heirateten am 28.01.1818 in Mainz. Aus der Ehe gingen insgesamt  11 Kinder hervor.

 Johann Philipp Engelbach (Großvater), * Zweibrücken 25. 10. 1744,
 + 
Kaiserslautern 28. 9. 1810 , Gymnasium in Zweibrücken (Apr. 1753 in Cl. IV:  Joh.  Phil. Engelbach, natus Bip. 1744 patre a Consiliis rei forestariae).  Immatrikulation  (stud. jur.) in Göttingen 8. 5. 1764 (Joannes Philippus  Engelbach, Bipontinus, jur.), "Regierungsadvocat in Zweibrücken 1770,  Amtsverweser in Homburg/Saar 1775, Landschreiber und Marktkommissar in  Zweibrücken 1776 - 1777, Oberamtmann in Kusel 1784, Landschreiber mit  Bezeichnung Amtmann in Bergzabern 1784, Amtmann in Meisenheim 1787 -  1793, Advocatanwalt beim Tribunal 1. Instanz in Kaiserslautern 1810"


 Leben:

 Theophil Engelbach war nicht verheiratet. Über sein Privatleben sind keine  Unterlagen bekannt.

 Nachweise:
 Artikel „Engelbach, Theophil“ von Alphons Oppenheim in: Allgemeine
 Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei
 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 119,
 Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource,
 URL:  http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Engelbach,_  Theophil&oldid=1110847

 
 - Matrikel Universität Gießen

 - Personalpapiere aus den Universitätsarchiven Gießen und Bonn

 - Stadtarchiv Mainz: Familienregister der Stadt Mainz (Eintragungen Mainzer           Familien Ende 18. bis Anfang 20. Jahrhundert) im Registereintrag Nr. 6125


 - Stuck, Kurt: Verwaltungspersonal im Herzogtum Zweibrücken, 1993

 
- Der Wegweiser der Stadt Mainz für das Jahr 1825, Mainz o. J.

 - Die Zweibrücker Matrikel des Herzog-Wolfgang-Gymnasiums 1631 - 1811,           Speyer 1997




Berühmte "Gießener"

jcg

Johann Caspar Göthe
Doktor beider Rechte 1739


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Georg Büchner
Schriftsteller

jvl

Justus von Liebig
Chemiker


afk

August Friedrich Kekulé
von Stradonitz
Chemiker

wcrö

 
Wilhelm Conrad Roentgen
 Nobelpreis für Physik 1901
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Wilhelm Liebknecht
Journalist, Revolutionär
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