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  Studium in Giessen
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  Wigand Kahler
urk

Gründungs-

Urkunde
1607
Unihaupt

Universitätsgebäude

siegel

Siegel der
Ludoviciana
1607

mc5_kl

Familienchronik
Engelbach
1697
Friedrich von Bechtold
Theophil Engelbach
Franz Christian Lerse Johannes Kahler
Carl Ludwig Engelbach Ludwig Hermann Roeck Friedrich August Engelbach Wigand Kahler
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50. Literaturverzeichnis

Wigand Kahler, * Wollmar 27. 3. 1699, + Rinteln 14. 11. 1747, Pädagogium in Gießen, Studium in Rinteln, Professor und Doctor Theologiae;
Sohn von Johann Hermann Kahler (* Wollmar 1651, + Wollmar 21. 3. 1719), Ackermann, Kirchensenior und Gerichtsschöffe in Wollmar

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"Prof. Wigand Kahler (ein Neffe des berühmten Professors Johannes Kahler) war am 27. März 1699 in Wollmar geboren und wurde am 2. April von Pastor Johann Hermann Manger (1688-1723) in der Kirche zum Christenberg bei Münchhausen getauft. Seinen ersten Unterricht erhielt er in Wollmar vom Küster (Opfermann und Schullehrer) Johann Jacob Engelbach, wurde Ostern 1711 confirmiert und dann vom Magister Cnefel, Metropolitan in Battenberg, wohin sich Wigand Kahler jeden Tag begeben mußte (1 1/2 Stunden entfernt), 2 Jahre lang weiter unterrichtet.
Am 5. Mai 1713 bezog er das Pädagogium illustre in Gießen und lernte dort Erd- und Heimatkunde, Dichtkunst, Latein, Griechisch und Hebräisch und machte in den 3 1/2 Jahren seiner dortigen Ausbildung vorzügliche Fortschritte; von Oktober 1716 an studierte er dann in Rinteln Theologie, Sprachen, Mathematik und Philosophie mit großem Eifer und hielt 1718 eine Probepredigt in Exter, später predigte er noch zur Freude seiner Eltern in Wollmar, Münchhausen und auf dem Christenberge. Im Jahr 1721 wurde er vom Magistrat in Rinteln zum Conrector der Ratsschule gewählt, trotz seiner Jugend vom Landesfürsten bestätigt und nach scharfem Examen eingeführt.
Er hatte dort ein mühevolles Dasein, mußte sehr oft 3 Lehrer vertreten, gab dabei noch Privatunterricht, hatte somit tagsüber 13 Stunden bestimmte Geschäfte, mußte einen Teil der Nacht zu seinen anderen Verrichtungen verwenden und auch noch öfter dem Dr. Bierling mit Predigen aushelfen.

Am 21. Januar 1727 bekam er das Rectorat der Ratsschule und wurde am 6. April 1727 zum ordentlichen Professor der Logik, Metaphysik und Poesie an der Universität Rinteln ernannt, nachdem er bereits seit einem Jahr Vorlesungen in diesen Fächern gehalten hatte.

Am 28. Februar 1730 erhielt er die zweite Professur der Theologie und an Stelle des früher bekleideten Lehramts für Logik, Metaphysik und Poesie die Professur für Mathematik; ließ sich am 12. April 1731 nach wohlbestandenem Examen zum Licentiaten der Theologie erklären und hielt trotz seiner schwer angegriffenen Gesundheit Vorlesungen in seiner Wohnung ab.

Durch mehrere, wohlgeratene Schriften zog er die Aufmerksamkeit der Gelehrten-Welt auf sich und wurde ohne sein Nachsuchen im September 1745 von der theologischen Fakultät in Göttingen zum Doctor der Gottesgelahrtheit ernannt und wurde gleichzeitig Mitglied der dortigen deutschen Gesellschaft.

Wigand Kahler war trotz seiner Kränklichkeit und großen Arbeitslast schriftstellerisch tätig, schrieb Programme, lateinische Gedichte, übersetzte französische Schriften, gab Colers Leben Spinozas mit Anmerkungen heraus, schrieb über die Methode des theologischen Studiums, über Anwendung der mathematischen Lehrart auf die Theologie und auch Kritisches zum neuen Testament. Seinen Lebenslauf hat er viermal, zuerst deutsch und dann lateinisch in Prosa und Hexametern entworfen. Kurz vor dem Ende seines mühseligen Lebens nahm er in einem lateinischen Gedichte von 303 Hexametern von den Professoren und Studenten der Universität Rinteln Abschied, starb im besten Mannesalter am 14. November 1747 und wurde am 21. November unter Begleitung des ganzen akademischen Senats feierlich beerdigt.

Sein Leben steht beschrieben in Strieders Geschichte hessischer Gelehrter (6 Bde); in Neubauers Nachrichten von Theologen, S. 177 u. 650, in Schmersahls zuverlässigen Nachrichten verstorbener Gelehrter, S. 113.

Diesem Professor Wigand Kahler verdankt die Familie Kahler die Überlieferung der ältesten Familien-Nachrichten; er war auch der Erfinder des (...) Familien-Petschaftes, welches ein Kreuz in silbernem Felde führt, worüber ein Totenkopf angebracht ist, aus dem 3 rote Rosen hervorblühen; der Sinn ist: "Durch Kreuz und Leiden nähern wir uns dem Tode, hoffen aber eine fröhliche Auferstehung". Das Wappen ist der Familie zugesichert und bestätigt worden durch den römisch-kaiserlichen Pfalzgrafen Bunemann 1769."
 
In: Carl Kahler (Villa Waldfrieden bei Detmold), Stammtafel der aus Wollmar-Rinteln stammenden Familie Kahler, 2. vermehrte und verbesserte Auflage,
Detmold, 1909, S. 12-13


Die obigen Angaben folgen der "Allgemeinen Deutschen Biographie" und Unterlagen aus dem Familienarchiv Kahler; Angleichung der Schreibweise und einige Ergänzungen von Michael Engelbach.


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Königin Silvia
(Foto: ksta dpa)
"Mit den Professoren Johannes und Wigand Kahler begannen sich die folgenden Glieder der Familie auch mehr den Wissenschaften zuzuwenden und widmeten sich im Verlauf der Zeit 18 Mitglieder der Kahlerschen Familie dem theologischen Studium, 16 wurden Apotheker, 8 Beamte, je 3 studieren Philologie, Jura und Medizin, während sich die Mehrzahl dem Kaufmannstande zuwandte." (Carl Kahler, S. 6)

Die bekannteste Nachfahrin von Johann Hermann und Wigand Kahler ist die Kaufmannstochter Silvia Renate Sommerlath; durch ihre Heirat mit dem schwedischen König aus dem Hause Bernadotte, Carl XVI Gustav, ist sie seit dem 19. 6. 1976 Königin von Schweden.

Mitglieder u. a. der Familien Kahler und Engelbach aus Wollmar haben gemeinsame Vorfahren mit der heutigen Königin von Schweden.

Zum Heimatdorf seiner Vorfahren vermerkt Carl Kahler u. a., 1909, S. 3 ff:
Wollmar "liegt an einem kleinen Flusse, genannt die Wollmar, zwischen Battenberg und Marburg, in schattigem Tale, unweit Wetter, zu dessen Amt es gehört und stand z. Zt. unter Kurhessischer Landeshoheit. Wollmar hat zwar seine eigene Kirche, ist aber doch nur eine Filiale und gehört zum Kirchspiel Münchhausen, wo die Mutterkirche und Pfarrerwohnung steht. Dessenungeachtet wird alle Sonntage, an den hohen Festen früher nur den 2. Tag, vermöge einer Stiftung von Wigand Kahler, jetzt aber auch am ersten Festtage, Gottesdienst gehalten.

Eine andere Filialkirche liegt im benachbarten Walde, der Christenberg genannt, die vom Kirchspiel unterhalten und worin jährlich ungefähr 8 mal gepredigt wird. Turm und Schiff der Kirche liegen auf der Höhe des Berges und stammen aus dem 12. Jahrhundert, der Friedhof für die Orte Münchhausen und Simtshausen liegt neben der Kirche.

Wollmar ist ein wohlhabender Ort, aus dem mehrere gelehrte Männer hervorgegangen sind, so der Magister Hermann Sauer, die Professoren Johannes und Wigand Kahler und Johannes Wasmuth, sowie der Pastor
Johannes Kahler, später in Amönau. Die Familie Kahler hat bei ihrer Erweiterung verschiedene Häuser in Wollmar als Eigentum bewohnt: 1. Sauers Haus, 2. Schreiners Haus
(s. u.), 3. die Schillermühle und 4. das neue Haus."


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Ev. Kirche, 1928
(Foto Marburg)

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Martinskirche auf dem Christenberg
(Foto Marburg)
schr "2. Schreiners Haus hat seinen Namen von einem früheren Besitzer Schreiner, der aber längst verstorben war; in den Besitz der Familie Kahler gelangte es durch die Verheiratung von Johann Hermann Kahler mit Catharina Antonius, Tochter von Henrich Antonius, genannt Dönges, Gerichtsschöffe beim Landgericht in Münchhausen. Nach dem Tode von Johann Hermann Kahler bewohnte das Haus die mit Hermann Koch verheiratete älteste Tochter desselben und nach dieser deren ältester Sohn Wigand Koch und ist so wohl in der Koch'schen Familie geblieben bis zur Jetztzeit (1909), wo es wieder als Neubau von einem Wigand Koch bewohnt ist und die Nummer 17 des Dorfes führt. Als Getreideschuppen steht auf dem Hofe noch ein älteres Gebäude, welches aus den alten Holz- teilen des ursprünglich von Johann Hermann Kahler erbauten Hauses neu konstruiert zu sein scheint; das alte Einfahrttor trägt noch die Überschrift:
"Der Name des Herrn sey gelobt und gebenedeyt von nun an bis in Ewigkeit"
Joh. Herm. Kahler B. H. Davit Weber B M 1697 30 Martis
Catharina uxor." (Carl Kahler)




Berühmte "Gießener"

jcg

Johann Caspar Göthe
Doktor beider Rechte 1739


gebü

Georg Büchner
Schriftsteller


jvl

Justus von Liebig
Chemiker


afk

August Friedrich Kekulé
von Stradonitz
Chemiker

wcrö

 
Wilhelm Conrad Roentgen
Nobelpreis für Physik 1901
wli

Wilhelm Liebknecht
Journalist, Revolutionär
phscheidemann

Philipp Scheidemann
Ministerpräsident 1919
herichter

Horst Eberhard Richter
Psychoanalytiker

















































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